Vor 1800 wurde der Schulunterricht nur auf freiwilliger Basis erteilt. Danach wurde durch die helvetische Bewegung eine Verordnung erlassen, wonach die Gemeinden Schulen zu gründen hatten. Eine solche Schule soll in Kaltbach gewesen sein, wohin auch die Mauenseer ihre Kinder schickten. Sie stand unter der Leitung eines Abraham Vonwyl. Nachher besuchten die Knaben die Schule in einem Privathaus in Hitzlingen in der Gemeinde Knutwil.
Im Jahre 1806 entstand eine Schule in Mauensee unter Führung von Balthasar Schumacher, der im Lehrerseminar der Zisterzienserpatres in St. Urban eine Zeitlang studiert hatte. Er soll ziemlich fähig gewesen sein, einer der schön schrieb und gut rechnete.
In den Jahren 1818 bis 1819 wurde in Mauensee das erste Schulhaus erstellt. Offizielle Schulpflicht bestand nur im Winter. Im Sommer erteilte der Lehrer Privatunterricht. Erst 1844 wurde die bisherige Privatsommerschule in eine gesetzliche umgewandelt.Dieses Schulhaus muss vermutlich beim grossen Dorfbrand von 1849 ebenfalls abgebrannt sein, wurde doch im Jahre 1851 ein neues Schulhaus erbaut.
Mehr als bescheiden präsentierten sich in dieser Zeit die Löhne der Lehrpersonen. So bezog im Jahre 1847 Lehrer Weltert aus Büron einen Jahreslohn von 270 Franken. Auch sein Nachfolger, Lehrer Blasius Müller (später Gemeindepräsident) bezog den gleichen Lohn. Das Schulwesen kostete die Gemeinde Mauensee um das Jahr 1860 jährlich rund 500 Franken. Um die Jahrhundertwende waren es bereits rund 1’000 Franken pro Jahr. Im Jahre 1985 kletterten die Kosten auf 286’000 Franken und im Jahr 1991 auf rund 570’000 Franken.
Die Schülerzahlen waren einer starken Schwankung unterworfen. Vor 1803 zählte die Schule etwa 80 bis 90 Schüler, sank um 1850 auf 70 bis 80 und 1858 sogar auf 44. Teile der Gemeinde Oberkirch gehörten bis zur Eröffnung der Schule Dogelzwil im Jahre 1856 zum Schulkreis Mauensee.