Gemeinde Mauensee
Die Entstehung der politischen Gemeinde
Vor 1798 bestanden in Mauensee, Kaltbach und Bognau sogenannte Twing- oder Dreizelgendörfer. Der Twing Mauensee (inkl. Kaltbach) gehörte zur Landvogtei Knutwil, Bognau zur Grafschaft (Landvogtei) Willisau. Nach der Aufhebung der Vogteien und Untertanenverhältnisse 1798 waren Mauensee und Kaltbach bei Knutwil verblieben, während Bognau vorerst zum Gemeindebezirk Sursee überging.
Am 08. Mai 1819 verordnete die Luzerner Regierung (Schultheiss und Täglicher Rat der Stadt und Republik Luzern): „Die vom Steuerbrief Knutwil abgetrennten Ortschaften Mauensee und Kaltbach sowie diejenige von Bognau, die ehemals zum Steuerbrief Kottwil gehörte, sollen miteinander vereinigt und künftig nur einen und denselben Steuerbrief unter der Benennung Steuerbrief Mauensee bilden“ (aus dem Staatsarchiv Luzern). Die Vereinigung der drei Ortschaften Mauensee, Kaltbach und Bognau zu einer eigenen Steuerbriefgemeinde bedeutet faktisch die Gründung der politischen Gemeinde Mauensee.
Das alte Wappen der Gemeinde Mauensee stellt sich aus einem fliegenden Fisch in einem silbernen Feld zusammen.

Die verschiedenen Schlossbesitzer führten als Herren von Mauensee das Schildbild in Verbindung mit ihrem Familienwappen. Das heutige Gemeindewappen zeigt den Fisch in aufrechter Stellung und in Blau, in der Heraldik beschrieben als „in Weiss pfahlweis gestellter, fliegender blauer Fisch“.
Ursprünglich eine typische Bauerngemeinde, hat sich Mauensee im 20. Jahrhundert zu einer selbstbewussten Wohngemeinde mit gemischt-wirtschaftlichen Betrieben und einem regen Vereinsleben entwickelt. Dabei hat jeder der drei Ortschaften ihre kulturellen Eigenarten und Bräuche bewahrt.
Heute zeigt sich Mauensee als eine lebhafte Gemeinde mit den Dörfern Mauensee, Kaltbach, Bognau und dem Neubaugebiet Chotten mit Handwerks- und Handelsbetrieben sowie Dienstleistungsbetrieben wie Restaurant und Camping. Die Naturschutzgebiete im Hagimoos sowie der Mauensee vermitteln ein sehr naturnahes Erleben unseres Lebensraumes. Die Landschaft bietet lebenswerten Raum als Wohn- und Erholungsgebiet.
Mit dem Mauensee und seinem Uferbereich sowie dem angrenzenden Hagimoos und Wauwilermoos ist ein grosser Teil der Fläche der Gemeinde im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) erfasst.
Zusammen mit den ausgedehnten Waldflächen auf dem Santenberg und dem Leidenberg stellt die Gemeinde ein wichtiges Naherholungsgebiet für Sursee und die weitere Agglomeration dar.
Die Gemeinde engagiert sich in insgesamt drei Netzwerkprojekten:
- Das Vernetzungsprojekt Netz Natur Santenberg umfasst den Südhang des Santenbergs von Egolzwil bis St. Erhard. Mit diesem Projekt wird die räumliche Vernetzung der naturnahen Lebensräume am Santenberg und deren qualitative Aufwertung angestrebt.
- Im Vernetzungsprojekt Wauwiler Ebene wird das Gebiet seit 1995 unter fachlicher Begleitung der Schweizerischen Vogelwarte ökologisch aufgewertet.
- Das dritte Vernetzungsprojekt schliesslich umfasst den Leidenberg von Ettiswil bis Mauensee.
Seit 2015 ist Mauensee eine Energiestadt. Neben der aktiven Förderung der Solarenergie im Privatbereich soll in einem Mehrjahresprogramm auch die öffentliche Beleuchtung auf stromsparende LED-Technologie umgestellt werden.
Mauensee, eine kleine Gemeinde mit vier Postleitzahlen
Die Gemeinde Mauensee zählt Ende 2021 rund 1540 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört somit zu den kleineren Gemeinden im Kanton Luzern. Das Gemeindegebiet selber ist aber aufgeteilt in vier verschiedene Postleitzahlkreise.
- Mauensee Dorf: 6216
- Kaltbach: 6212
- Falläsch: 6242
- Chotten: 6210